Bambus ist ein schnell wachsender Rohstoff, der sicherlich im ersten Moment Nachhaltig erscheint. Leider wächst Bambus im Moment nur in China, Japan, Afrika, Südamerika und in Australien. Der Transportweg mit fast 20.00 Km ist sehr weit und erfolgt in der Regel mit Containerschiffen. Ein mittelgroßes Schiff verbraucht pro Tag ca. 300 Tonnen Rohöl bei voller Beladung (ca. 6.000 Container). Ebenso entstehen große Mengen von Schwefeloxiden, Feinstaub, Stickoxiden und Ruß. Um in Form zu kommen, braucht ein schöner Bambusbecher neben Bambusfaserpulver auch viel Klebstoff (Melaminharz) um verbunden und dicht zu sein. Der Klebstoff (Melaminharz) ist für den Menschen nicht unbedingt ungesund, sofern klar ist was genau enthalten ist und wenn der Inhalt wie Kaffee oder Tee nie mehr als 70 Grad erreicht. Kaffee wird aber in der Regel bei 62-75 und Tee bei 85 – 95 Grad ausgeschenkt. Viele Verbraucherzentralen warnen daher vor Kaffeebechern aus Bambus. Zusätzlich können die vielen schönen Farben auf dem Becher auch in das Getränk migrieren. Leider wissen viele Importeure nicht mal selber was in den Kaffeebechern so alles drin ist..

Quellenauszüge: Nabu & Stiftung Warentest 23.07.2019 & Verbraucherschutz NRW